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Naturerlebnis Vordereifel


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Der Vulkanpark

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Der Vulkanpark

Im Vulkanpark erfahren die Besucher in 5 Museen (Vulkanpark-Infozentrum, Lava-Dome, Geysir Andernach, Römerbergwerk Meurin und Terra Vulcania) und mehr als 20 Landschafts- und Naturdenkmälern mehr über den vulkanologischen Ursprung unserer Region. Hier wird Vulkanismus anschaulich dargestellt und anhand von Schau- und Infotafeln faszinierend erläutert. Meistens führen Wanderwege durch die Stationen, die zum Teil, wie auch in unserem Fall, auf ehemaligen Industriegeländen entstanden sind ("Ettringer Lay" und "Kottenheimer Winfeld", s.u.).

Vulkanpark-Statioen in der Ferienregion VordereifelDaneben gibt es in der VG Vordereifel noch den "Ettringer Bellerberg" und den "Kottenheimer Büden" (s.u.) sowie das "Booser Doppelmaar", die alle mit Wanderwegen erschlossen und mit Schautafeln illustriert sind.

Vier der fünf Landschaftsdenkmäler in der Vordereifel (bei Ettringen und Kottenheim) sind zudem durch den Traumpfad "Vulkanpfad" miteinander verbunden - diese Verknüpfung von mehreren Vulkanpark-Stationen ist übrigens ein Novum im Vulkanpark.

Außerdem können sich interessierte Gäste in mehreren Infozentren und Museen (wie oben beschrieben) in der Region anhand von Filmen oder Modellen ein anschauliches Bild der Bearbeitung des Gesteins schon zu Römerzeiten machen.


 
"Ettringer Lay"

Lassen Sie sich einen Ausflug zur "Ettringer Lay" (Lay = Steinbruch) und dem "Ettringer Beller Berg" (beide bei der Ortsgemeinde Ettringen) nicht entgehen!

Vor etwa 150 Jahren entstanden in der "Ettringer Lay" die tiefsten Steinbrüche rund um den Beller Berg-Vulkan. Nicht ohne Gefahr wurden hier die mächtigen Gesteinssäulen seines westlichen Lavastromes gebrochen, um daraus u.a. Baumaterial oder Pflastersteine zu gewinnen. Heute führt ein ausgeschilderter Wanderweg direkt in den Lavastrom hinein.

Steile Abbauschluchten und zahlreiche Hinterlassenschaften aus der Zeit der Steingewinnung machen die "Lay" zu einem imposanten vulkanologischen und technikgeschichtlichen Denkmal. In dem ehemaligen Basaltlava-Steinbruch können Sie die bis zu 40 Meter hohen Basaltlavawände eines der drei Bellerberg-Lavaströme bewundern.Ettringer Lay in der FerienregionVordereifel

Wenn man vom Grubenrand auf die Steinbruchparzelle mit der gewaltigen Basaltwand schaut, kann man erahnen, wie tief das alte Tal vor der Eruption gewesen sein muss und welch große Mengen heißer Lava vom Rand des Ettringer Bellerberges ausgeflossen sind. Entlang des Rundwanderweges zeigen lebensgroße Stahlfiguren - wie z.B. die "Suppenträger" - Szenen aus dem Alltag der früheren Steinbrecher.

Alte Grubenkräne, verrostete Loren und über jähen Abgründen endende Gleise zeugen noch heute von der regen Abbautätigkeit bis in die 1970er Jahre hinein. Mit ihren zahlreichen technischen Überresten des frühen 20. Jahrhunderts ist die Ettringer Lay ein wahrhaft einzigartiges Denkmal der Steinbruchgeschichte unserer vulkanischen Region, die heute Kletterern u.a. des Alpenvereins der Sektion Koblenz als Herausforderung dient.


 

"Ettringer Bellerberg"

Der Parkplatz der "Ettringer Lay" ist auch Ausgangspunkt für eine Wanderung auf den "Ettringer Beller Berg". Vor rund 200.000 Jahren flossen aus diesem Vulkan drei gewaltige Lavaströme in die Umgebung unterhalb des Vulkans.

Ettringer Beller Berg inder Ferienregion VordereifelAllein die phantastische Aussicht lohnt den Aufstieg auf den Ettringer Beller Berg. Der 428 m hohe Gipfel bietet einen wunderbaren Blick über den eigentlichen "Schlot" des Vulkans hinweg, man kann fast alle der zahlreichen Vulkane der Osteifel überblicken. Der Blick schweift zudem weit über die Landschaft hinweg bis zum Rhein; jedoch auch in den Krater, der vom Beller Berg-Gebirgszug im Westen und im Osten vom "Kottenheimer Büden" (s.u.) zangenförmig umfasst wird. Der Kraterbereich, durch den ein Feldweg führt, wird heute landwirtschaftlich genutzt.
 


 
"Kottenheimer Büden"

Am "Kottenheimer Büden" (407 m, bei der Ortsgemeinde Kottenheim), der Ostflanke des Beller Berg-Vulkans, öffnet sich Ihnen der Blick in den mächtigsten der drei Lavaströme des Vulkans. Der Büden ist entstanden als vor rund 200.000 Jahren in heftigen Explosionen Lavabomben und -fetzen aus dem Beller Berg-Vulkan herausgeschleudert wurden und sich zu einem mächtigen Schlackenwall auftürmten. Geologische Lehrpfade machen das längst Vergangene wieder lebendig Kottenheimer Büden in der Ferienregion Vordereifelund erklären den Besuchern dieser Vulkanpark-Station ihre Entstehung und die Nutzung der Basaltlavavorkommen. Menschen nutzen die dortige Basaltlava seit vorchristlicher Zeit.

Im zweiten Weltkrieg dienten die sogenannten "Siewe Stuwe"

(= sieben Stuben), Höhlen im Gestein des Kraters am Fuße des Büdens, der Kottenheimer Bevölkerung als Schutz vor den Luftangriffen der Alliierten.

 


  
"Kottenheimer Winfeld"

Das "Kottenheimer Winfeld" (ebenfalls bei der Ortsgemeinde Kottenheim) ist, wie die "Ettringer Lay", ein altes Steinbruchrevier. Hier ist der mächtigste der drei Lavaströme des Bellerberg-Vulkans vor ca. 200.000 Jahren ausgeflossen. Durch den fortwährenden Abbau schon seit vorchristlicher Zeit entstand eine idyllische Grubenlandschaft wo sich einst eiserne Kräne, steinerne Arbeitshütten, sowie mächtige Halden aus Gesteinsschutt befanden. Von der einstigen Betriebsamkeit zeugen Kottenheimer Winfeld in der Ferienregion Vordereifelheute noch zahlreiche Kräne, Kransockel und Stützmauern, die auf den imposanten Lavawänden stehen.

Schon längst hat sich die Natur dieses Revier jedoch zurück erobert. Heute finden Sie hier eine schöne und zugleich wilde Parklandschaft, in der ein einzigartiges Denkmal der Industriegeschichte "versteckt" liegt.

 
 


 
"Booser Doppelmaar"

Die Maare der Eifel sind meist runde, tiefe, von steil abfallenden Hängen eingeschlossene Kessel. Die Maarkessel bilden vorzügliche Sammelbecken für das Niederschlagswasser und sind daher oft von einem See erfüllt oder waren es wenigstens am Anfang kurz nach ihrer Entstehung.

Der Name Maar ist auf diese heutige Seenbildung zurückzuführen, die für die kreisrunden Becken in der Eifel sehr typisch sind. Ist der See schon vor Zeiten verlandet, so wird der Kesselgrund heute von einem Moor eingenommen. Man spricht dann von einem Trockenmaar.

Booser Doppelmaar in der Ferienregion VordereifelBeim "Booser Doppelmaar", bei der Ortsgemeinde Boos gelegen, handelt es sich um zwei weitläufige flache Kessel in der Landschaft, eines davon ist ein Trockenmaar, das andere inzwischen ein Weiher. Ihre Entstehung verdanken sie dem explosiven Zusammentreffen von aufsteigendem heißen Magma und Wasser. In Aufschlüssen lassen sich noch heute die Schichten beobachten, die während der Vulkanausbrüche abgelagert wurden.

(Foto: Axel Schneider)